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mal ein halbes Jahr nach seiner
Gründung im Juli ist das Aus
des EHV aus finanziellen Gründen
nun ebenfalls beschlossene
Sache. Die Mannschaft ist aus
der Verbandsliga-Aufstiegsrunde
zurückgezogen worden, der
Antrag auf Insolvenz wurde beim
Duisburger Amtsgericht
eingereicht und auf der
Internetseite des Klubs heißt
es vielsagend: Diese Homepage
wird nicht mehr aktualisiert! „Aus gegebenem Anlass müssen
wir mitteilen dass der EHV Wesel
den Verein vom Spielbetrieb
abgemeldet hat. Es ist uns nicht
mehr möglich, die Saison zu Ende
zu spielen”, heißt es lapidar
in einer Pressemitteilung des
Klubs. Durch den Wegfall des
kompletten Nachwuchsbereichs –
zuletzt konnte auch keine Schüler-Mannschaft
mehr gestellt werden – hätte
der EHV 10 000 Euro Strafe an
den Verband zahlen müssen.
„Diese Summe ist vom Verein
nicht mehr tragbar”, so die 2.
Vorsitzende Nadine Tuttas.
Hinzu kommen noch rund 5200
Euro, mit denen der Klub beim
Eishallenbetreiber Heinz
Hoffmann in der Kreide steht
sowie das Gehalt des ehemaligen
Sportlichen Leiters und Trainers
Zdenek Kiklhorn. „Das ist ein
überschaubarer Betrag, aber ich
habe noch keinen Cent
gesehen”, erzählt Kiklhorn,
der nun die „Hilfe eines
Anwalts in Anspruch genommen”
hat.
Hoffmann wie auch
Kiklhorn könnten durch den
Schritt des EHV-Vorstandes, das
Insolvenzverfahren zu
beantragen, nun gänzlich leer
ausgehen. Schließlich wird es
mit dem aufzuteilenden
Vereinsvermögen nach so kurzer
Lebenszeit des Klubs kaum weit
her sein, da auch vor der Saison
versprochene Sponsorengelder in
Höhe von 10 000 Euro nicht
geflossen sind.
Dass nach der Abwicklung des
EHV ein neuer Verein ins Leben
gerufen wird, das schließt
Nadine Tuttas aus. „Auf gar
keinen Fall”, versichert sie
und glaubt auch, dass es „kein
Eishockey mehr in Wesel geben
wird”. Weniger definitiv
klingt dies hingegen bei Heinz
Hoffmann, dem Hallenbetreiber
und ehemaligen EHC-Vorsitzenden.
„Ein neuer Klub? Das könnte
sein, mal sehen”, so Hoffmann,
der aber „keine
Bestrebungen” habe, selbst
initiativ zu werden. Unter
seiner Regie trainierten bereits
zehn Kinder in der Eishalle.
Von der Entwicklung um den
EHV überrascht wurde Trainer
Henri Marcoux. „Ich war ja
auch nur da, um zu helfen”,
erklärt der Deutsch-Kanadier,
der das Team erst Anfang
Dezember übernommen hatte. Die
Zusammenarbeit mit ihm war auch
nicht vertraglich fixiert.
Info
Sonder-Wechselrecht
Was wird aus den Akteuren
des EHV Wesel 2009? „Die
haben alle ein
Sonder-Wechselrecht”, erklärt
die 2. Vorsitzende Nadine
Tuttas. Besonders sauer über
die Entwicklung sei das Team
auch nicht gewesen, da
„wir von Anfang an mit
offenen Karten gespielt
haben”.
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